Typischer Arbeitstag im 2009 :-)

Standard

Morgens um 6.30 Uhr  klingelt mein Wecker und ich stehe auf.

Bis die RBS fährt, bleiben mir  30 Minuten.  Ich verrichte das Morgengebet, ziehe mich an, packe kurz meine Tasche  und dann gehts los.  Es ist noch dunkel, ruhig und noch nicht allzu viele Autos sind  unterwegs. Aber die welche unterwegs sind, halten fast alle nicht an,  wenn ich beim Fussgängerstreifen warte um die Strasse zu überqueren.

In Bern angekommen, kaufe ich mir meist ein Heftli um was zu lesen zu haben während der Fahrt und ein Weggli und was zu trinken.  Der Zug ist um diese Zeit sehr voll und die Suche nach einem Platz ist  nicht immer sehr einfach, meist gelingt es mir aber noch einen Sitzplatz  zu ergattern, wenn ich dort auch oftmals eingekreist bin von Jugendlichen  mit Discman oder MP3,  diese natürlich auf Mithörlautstärke, da ihre  Ohren sonst wohl zuwenig der „Musik“ abbekommen.  Manchmal versuche ich noch etwas abzuschalten, schliesse die Augen und döse bis Biel, oder ich lese.
Wenn ich Frühdienst habe (8.00 Uhr – 17.00 Uhr), schlendere  ich in Biel dann gemütlich zur Haltestelle der Postautos und warte auf eine Kollegin die meist 5 Minuten nach mir dort eintrifft. Obwohl wir uns  sicher am Vortag gesehen haben und meist auch abends noch online chaten,  haben wir einander immer was zu erzählen auf dem kurzen Weg zum Büro.  Unterwegs machen wir einen Zwischenstop im Migros, kaufen das Z‘ Nüni  und nehmen einige 20 Minuten Zeitungen mit.  7.50 Uhr treffen wir im Büro ein, es ist noch recht still, die Hälfte  des Teams hat Spätdienst und beginnt um 8.30 Uhr.  Nur H. ist fast immer schon da, voll Elan, sie ist unser  Energiebündel.  Unsere alten Computer mit Windows 2000 müssen wir raschmöglichst  einschalten, sie brauchen oftmals 10 Minuten oder länger bis sie  hochgefahren und arbeitsbereit sind.  Bis 8.30 Uhr gibt uns H. meist Telefonliste (damit wir alle Kunden  die nicht aufstehen müssten, um diese Zeit aus dem Bett holen) oder wir  erhalten Briefe zum verpacken oder Bestellungen zum erledigen.  Diese Zeit bis 8.30 Uhr ist die schönste Zeit des Tages, es ist noch  ruhig, die Arbeit einfach und vorallem sind die Telefonleitungen noch  geschlossen.

Langsam beginnt sich dann unser Grossraumbüro zu füllen, von allen  Seiten sind nun Geräusche zu hören, Schubladen werden geöffnet und  geschlossen, vereinzelt hört man ein Gähnen, ein Hallo hier, ein Sälü  und — plötzlich ertönt ein Glöckli. Der Samichlaus? Nein, das ist unser  mobiler Kiosk, die Bäckersfrau mit ihrem Wägeli, die jeden Morgen von  allen sehnsüchtig erwartet wird. Prompt bildet sich eine Schlange, jeder  will noch ein Weggli, Nussgipfel, Getränk etc bevor das erste Telefon  klingelt.
8.30 Uhr, jeder der für die Telefonlinie vorgesehen ist und nicht eine  andere Arbeit zugeteilt erhält, muss nun bereit sein für den ersten  Anruf. Bereit, das heisst, alle benötigten Programme offen, Kopfhörer,  Stuhl etc gerichtet und den Kopf bei der Sache.  Die Uhr schlägt halb und wie meist, läuten die ersten Telefone sofort.  Schon um diese Zeit gibt es Kunden die unbedingt wissen wollen, wie ihr „Kontostand“ ist, wo ihre Bestellung verbleibt etc.
Bis 9.30 schleicht die Zeit meist ziemlich dahin, danach hat man das  Gefühl sie gehe schneller vorbei.  Um zehn Uhr, klingelt mein Telefon und Sandra oder S. fragen ob wir  in die Pause wollen. Mit viel Glück gelingt es uns, gleichzeitig vom  System das OK zu erhalten, oftmals muss aber auch jeder alleine seine  Pause verbringen.  Mittags hat S. Feierabend und geht nach Hause, Sandra und/oder  M. und ich gehen essen. Mal nehmen wir das Mittagessen von zuhause  mit oder kaufen etwas kleines im EG-Denner, mal gehen wir ins MC  Donalds, essen im Coop Restaurant, oder im Winter gehen wir ins Swiss  Break, Toast essen. Im Sommer essen wir meist draussen in einem schönen  Stadtpark.  Die Mittagspause dauert eine Stunde, dann heisst es wieder zurück an den  Arbeitsplatz und gestärkt den Rest des Tages in Angriff nehmen.
Oft habe ich von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr Telefonliste, das heisst, ich  bin nicht in der Linie und erhalte keine ankommenden Anrufe. Somit habe  ich Zeit ausgehende Anrufe zu tätigen, Kunden ihre Produktinformationen  anzugeben, Antworten zu geben und allfällig nicht geklärte Fälle  nochmals weiterzuleiten.  Später bin ich dann wieder in der Linie und wenn ich nicht gerade am  Telefon beschäftig bin, gebe ich Bestellungen ein, lese  Abteilungsinformationen durch, helfe den Neuen nebenan oder wenn es  recht ruhig ist, spreche ich mit Kolleginnen.
15.00 Uhr, Pausenzeit: 10 Minuten kurz erholen, Kopf leeren, mit  Kolleginnen quatschen , Heftli lesen etc.  Danach kommt der Endspurt, bis 17.00 Uhr, 18.00 Uhr oder sogar  Spätdienst bis 18.30 Uhr.
Im Zug auf dem Heimweg, bin ich recht müde und schlafe dann meist tief  und fest bis kurz vor Bern, dort erwache ich dann immer und bin wieder  fit für den Abend.  Ja, so verläuft mein Tag, tut mir leid, viel detaillierter kann ich den  Ablauf nicht erzählen, -Geheimhaltungspflicht.
🙂

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