Standard

Islam vs Christentum – Teil 1

Publiziert 5. April 2010 | Von Karin Yamina
Jegliche Vervielfältigung und Veröffentlichung auf anderen Webseiten ist nur mit meiner Zustimmung erlaubt.

Ich möchte gerne mal auf die Stellung der Frau im Islam eingehen. Schauen wir uns doch zum Vergleich mal Christen- und Judentum an.

Vergleich 1:

Die Erbsünde.

Im Christentum und Judentum gibt man Eva, beziehungsweise der Frau im allgemeinen die Schuld an der Erbsünde, bezogen auf die bekannte Geschichte von Adam und Eva im Paradies:

Sir 25,24 Von einer Frau nahm die Sünde ihren Anfang, / ihretwegen müssen wir alle sterben.

„Als die Schlange der Hava beiwohnte, impfte sie ihr einen Unflat ein. – Demnach gilt dies ja auch von den Jisraéliten!? – Bei den Jisraéliten, die am Berge Sinaj standen, verlor sich der Unflat, bei den Nichtjuden, die nicht am Berge Sinaj standen, verlor sich der Unflat nicht.“
(Aboda zara 22b)

Gen 3,16 Zur Frau sprach er: Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. / Unter Schmerzen gebierst du Kinder. / Du hast Verlangen nach deinem Mann; / er aber wird über dich herrschen.

Man muss aber ehrlicherweise auch noch diesen Vers zitieren:

“Die Väter sollen nicht für die Kinder noch die Kinder für die Väter sterben, sondern ein jeder soll für seine Sünde sterben.” (5. Mose 24:16)

Oder haben wir hier einen Widerspruch?

Im Islam gibt es keine Erbsünde. Niemand muss die Schuld eines anderen tragen:

“Und keine Seele wirkt, es sei denn, gegen sich selbst, und keine lasttragende (Seele) soll die Last einer anderen tragen.” (Quran 6:164)

Vergleich 2:

Die Frau im Allgemeinen. Ihr Status, ihr „Wert“.

Im Christen -und Judentum:

In der Geschichte des Christentums diskutierte man früher sogar über das Wesen der Frau.
Zum Beispiel auf einer Synode im 6. Jahrhundert, da wurde die Frage gestellt, ob die Frau überhaupt ein Mensch sei. Auch lutherische Theologen diskutierten dies noch später.

1 Tim 2,12 Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten.

Sir 26,3 Eine gute Frau ist ein guter Besitz; / er wird dem zuteil, der Gott fürchtet;

Sir 26,13 Die Anmut der Frau entzückt ihren Mann, / ihre Klugheit erfrischt seine Glieder.

1 Kor 11,5 Eine Frau aber entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen.

Schabbath, Fol. 143b: „R. Jehuda sagte: Frauenmilch macht verunreinigungsfähig, auch wenn sie ohne Willen auf den Gegenstand
gekommen ist. Die Milch eines Viehes ist nur dann verun-reinigungsfähig, wenn sie mit Willen auf den Gegenstand gekommen
ist.“

Berakhoth, Fol. 45b: „Es sind nur drei Männer verpflichtet zum
gemeinschaftlichen Tischgebet, zwei aber nicht. Weiber, auch wenn
sie hundert sind, zählen nicht mehr, als zwei Männer. Dasselbe gilt
auch von den Sklaven.“
1 Kor 11,9 Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann.

Im Islam erfahren wir folgendes:

Hussein Ibn `Alî ® berichtete:
>> Der Gesandte Allahs (s) sagte:
“Das Erlangen von Wissen ist jedem Muslim eine Pflicht.”<<

(Baihâqî, Ibn `Adiyy)

Es ist euch erlaubt, euch in der Nacht des Fastens euren Frauen zu nähern; sie sind Geborgenheit für euch und ihr seid Geborgenheit für sie.
( سورة البقرة , Al-Baqara, Chapter #2, Verse #187)

Es berichtet Abu Huraira ®, dass der Prophet (s) sagte:
“Der vollendetste Muslim in Glaubensangelegenheiten ist derjenige, der ein vorzügliches Benehmen hat, und die Besten unter euch sind jene, die ihre Ehefrauen am besten behandeln.”

Ebenso zählen zu Gottes Zeichen (Ayat), daß „ER für euch von eurem Wesen Partnerwesen erschuf, damit ihr bei ihnen Geborgenheit findet. Und ER setzte zwischen euch Liebe und Barmherzigkeit. Gewiß, darin sind doch Zeichen (Ayat) für Leute, die nachdenken.“ (30:21)

Im Islam wurde die Frage ob eine Frau ein Mensch sei nie gestellt. Im Islam sind Mann und Frau vor Gott genau gleich, keiner ist besser oder mehr wert als der andere:

3:195: Gewiß, ICH lasse keine Tat eines Tuenden von euch, ob männlich oder weiblich, verlorengehen, die einen von euch sind wie die anderen.

“Sie sind euch ein Kleid, und ihr seid ihnen ein Kleid” [2:187]

„die Gläubigen, die den besten Glauben haben, sind diejenigen, die den besten Charakter aufweisen können und die besten unter euch sind diejenigen, die am besten zu ihren Ehefrauen sind.“ (tirmidthi)

33:35 Wahrlich, die Gottergebenen Männer und die Gottergebenen Frauen,
die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen,
die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen,
die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen,
die standhaften Männer und die standhaften Frauen,
die demütigen Männer und die demütigen Frauen,
die Almosen spendenden Männer und die Almosen spendenden Frauen,
die fastenden Männer und die fastenden Frauen,
die ihre Keuschheit wahrenden Männer und die ihre Keuschheit wahrenden Frauen,
die Gottes häufig gedenkenden Männer und gedenkenden Frauen
– Gott hat für sie Vergebung und großen Lohn vorgesehen.

In der Geschichte des Islams haben viele Frauen eine bedeutende Rolle gespielt:

– Der erste Mensch, der den Islam anahm, war eine Frau: Khadidscha (r.a.), die erste Frau des Propheten (s.a.s.). Das bedeutet, dass zu einer bestimmten Zeit die muslimische Gemeinde nur aus einer Frau bestand!

– Der erste Mensch, der für den Islam gestorben ist, war eine Frau: Summaya (r.a.), die unter den Folterungen der Mekkaner ihr Leben für ihren Glauben hingab.

Der Prophet (s.a.s.) wurde von einem Mann gefragt: „Wen soll ich am besten behandeln?“ Er antwortete: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte weiter: „Und wen danach?“. Der Prophet antwortete: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte noch einmal: „Und wen danach?“ Der Prophet antwortete: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte wiederum : „Und wen danach?“ Da antwortete der Prophet: „Deinen Vater.“.

Uqba Ibn `Âmir ® berichtete:
>> Allâhs Gesandter (s) hat gesagt:
Schätzt eure Töchter nicht gering. Sie sind warmherzig und wertvoll. <<
(Ahmad Ibn Hanbal)

Vergleich 3:

Vielfach verstehen Nichtmuslime nicht, warum eine muslimische Frau nicht beten darf, wenn sie die Menstruation hat.

Im Christentum und Judentum lesen wir:

Levitikus/3. Mose, Kapitel 15
Wenn eine Frau ihren Blutfluss hat, so soll sie sieben Tage für unrein gelten. Wer sie anrührt, der wird unrein bis zum Abend.

Wenn eine Frau ihren Blutfluss hat, so soll sie sieben Tage für unrein gelten. Wer sie anrührt, der wird unrein bis zum Abend. 20 Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, wird unrein und alles, worauf sie sitzt, wird unrein. 21 Und wer ihr Lager anrührt, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend. 22 Und wer irgendetwas anrührt, worauf sie gesessen hat, soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend. 23 Und wer etwas anrührt, das auf ihrem Lager gewesen ist oder da, wo sie gesessen hat, soll unrein sein bis zum Abend. 24 Und wenn ein Mann bei ihr liegt und es kommt sie ihre Zeit an bei ihm, der wird sieben Tage unrein und das Lager, darauf er gelegen hat, wird unrein.

„Komme nicht in die Nähe einer Frau, wenn sie tame mit ihrer Regelblutung ist, um ihre Nacktheit aufzudecken. (Levitikus 18:19) Der Zeitraum des Tameseins durch die Menstruation dauert sieben Tage. (Levitikus 15:19)

Subhanallah! Was für eine Behandlung und was für Konsequenzen! Wie schön und einfach ist es doch im Islam.

Im Islam:

`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
„Wenn einer von uns ihre monatliche Regel hatte, befahl ihr der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sich mit dem Lendenschurz zu bekleiden. Dann liebkostete er sie.“

Umm Salama, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
„Einmal lag ich mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, zusammen unter einer Decke. Inzwischen bekam ich die monatliche Regel. Da rückte ich von ihm weg, stand auf und zog das Kleid an, das ich immer während meiner Menstruation trug. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, fragte mich: Hast du deine Tage bekommen? Ich sagte: Ja! Er rief mich dann wieder zu sich unter die Decke. Sie führte ihren Bericht fort: Ich nahm gewöhnlich die rituelle Gesamtwaschung nach dem Geschlechtsverkehr zusammen mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, vor, indem wir beide uns eines einzigen Wasserbehälters bedienten.“

(Nummer des Hadith im Sahih Muslim [Nur auf Arabisch]: 444)

A’ischa berichtete: „Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, stützte sich manchmal auf meinen Schoß und rezitierte den Qur’an, während ich meine Monatsregel hatte. “
[Sahih Al-Bucharyy Nr. 029]

Das zeigt uns einerseits, dass die menstruierende Frau im Islam zwar nicht betet oder eine Moschee besucht, aber an sich nicht als unrein gilt, sondern nur das Blut.

Verleich 4:

Thema Kopftuch

Im Christen- und Judentum:

1 Kor 11,6 Wenn eine Frau kein Kopftuch trägt, soll sie sich doch gleich die Haare abschneiden lassen. Ist es aber für eine Frau eine Schande, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen.

1 Kor 11,7 Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes.

Verheiratete Frauen der orthodoxen Juden bedecken ihr Haar mit einer Perücke, Hut, einer Mütze oder einem Kopftuch (Quelle http://www.hagalil.com/judentum/rabbi/fh-0711-5.htm).

“Es ziemt sich nicht für die Töchter Israels ohne Kopfbedeckung auszugehen.” Und “Verflucht sei der Mann, der das Haar seiner Frau den Blicken anderer aussetzt … eine Frau, welche ihr Haar aus Lust zur Schönheit sehen lässt, bringt Armut.”

Subhanallah! Da soll noch einer sagen, das Kopftuch sei eine traditionelle Erfindung bei Muslimen!

Was einem aber zu denken gibt ist der unterstrichene Satz, wonach ein Mann der Abglanz Gottes ist und eine Frau NUR Abglanz des Mannes. Subhanallah!!! Wenn das nicht frauenfeindlich ist, dann weiss ich auch nicht mehr weiter.

Im Islam:

Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen — bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blöße der Frauen keine Beachtung schenken. Und sie sollen ihre Füße nicht so (auf den Boden) stampfen, daß bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen. Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, auf daß ihr erfolgreich sein möget.
( سورة النور , An-Noor, Chapter #24, Verse #31)

(104) O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Ubergewänder reichlich über sich ziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, daß sie (dann) erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist allverzeihend, barmherzig.
( سورة الأحزاب , Al-Ahzab, Chapter #33, Verse #59)

Jetzt seit ihr dran zu entscheiden!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s