Hm ja, ich sollte mich wohl kurz vorstellen. Ok, räusper…

Salam alikoum wr wb und Hallo!

Im Januar 1978, sechs Wochen zu früh, der arme Arzt musste extra vom  Fussballmatch kommen, erblickte ich das Licht der Welt, oder zumindest  vorerst  das Licht des Kreissaals.

Meine Eltern freuten sich enorm über diesen sehnlichst erwarteten   Familiennachwuchs, auch wenn ich ihre Pläne mit der verfrühten Geburt vielleicht etwas durcheinander gebracht habe.

Ich verbrachte eine ganz normale Kindheit mit Höhen und Tiefen, in einer  intakten Familie, dafür danke ich meinen Eltern. Als Einzelkind  genoss ich die ganze Aufmerksamkeit meiner Familie, wir unternahmen sehr viel gemeinsames und  ich verbrachte viele meiner Ferien mit ihnen im Ausland.

Wo? Ok, ok ich sags ja schon: Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, Dänemark, Holland und Österreich.

Ja sicher, es gab auch einige Nachteile keine Geschwister zu haben.  Ich  konnte niemandem die Schuld in die Schuhe schieben wenn ich was angestellt hatte und es gab auch Tage da war einfach niemand zum spielen in der Nähe, obwohl an  unserer Strasse mehr als zehn Kinder wohnten. :-)

Trotzdem war ich nie wirklich alleine. Ich hatte meine Familie, meine Gschpänli, meine zwei Meerschweinchen, unseren Hund und zwei Katzen und viele Briefkontakte in der ganzen Welt, mit manchen stehe ich immer noch in regem  Briefwechsel. Ausserdem war und bin ich eine grosse  Leseratte und las  stundenlang Bücher. Am liebsten las ich damals  Abenteuergeschichten, wie zb. Drei Fragezeichen,  Fünf Freunde, Blitz  etc. Aber auch Erfahrungsbücher las und lese ich heute noch sehr gerne,  ich  hatte und habe sehr viele davon und an Weihnachten standen immer  neue davon auf dem  Wunschzettel.

Manchmal besuchte ich am Wochenende auch langjährige Bekannte welche  einen  Bauernhof besassen, aber das bauern aufgegeben hatten, ab und zu  durfte ich  mitgehen wenn Kälber markiert wurden mit Klemmmarken , (der  Mann war im  Fleckviehzuchtverband) oder wir alle unternahmen  auch viel  miteinander, meinen  ersten Eishockey Match, von SCBern besuchte ich  mit ihrem 15 Jahre älteren  Sohn,  wir verstanden uns gut.

Langsam ging meine Schulzeit zu Ende und ich entschied mich, danach in Bern noch ein zehntes Schuljahr anzuhängen. Während diesem Schuljahr lernte ich meinen  Traumprinzen kennen, aus der Begegnung wurde  mehr. Am Anfang hatten wir noch wenig Verständigungsprobleme, denn mein  Traumprinz sprach arabisch und  wenig französisch und genau mit französisch hatte ich damals nichts am Hut. Aber  mit Händen und Füssen palaverten wir dann munter drauflos, jeder lernte vom  andern und wie man weiss, hat Liebe keine Grenzen, so wurde aus uns bald ein Paar.

Mein Freundes- und Bekanntenkreis war von dieser Beziehung nicht  gerade  begeistert. Naja, ein Algerier aus einem primitiven Land und  dann noch ein  Moslem…….Solches und ähnliches hörte ich am Anfang  oft. Was mich aber nicht  davon abhielt zuerst in der Moschee und dann  auf dem Standesamt mit viel Liebe  zu ihm und Vorfreude auf  Abenteuer  mein Jawort zu geben. Dies geschah dann  während meiner Verkäuferlehre  in Unterhaltungselektronik.

Anmerkung  12.08.2013, nun sind wir schon 18 Jahre verheiratet, alhamdulillah!

Vor etwas mehr als 8 Jahren bin ich dann alhamdulillah zum Islam konvertiert.

Nein, ich hatte keine Gehirnwäsche, mir wurde nichts bezahlt dafür und ich wurde auch nicht gezwungen.

Ich bin nach langem lesen über den Islam zu der Erkenntnis gekommen,  dass der Islam die Wahrheit ist und ich meinen Lebensweg als Muslima  gehen will. Alhamdulillah.

Meine Interessen:

Alles rund um den Islam, Koran lesen, lernen, meine Familie und  Verwandten, meine Bekannten, die Natur, Tiere , meine Webseiten und ich  interessiere mich sehr für Informatik und Webdesign. In meiner Freizeit  „supporte“ ich meiner Familie und Bekannten bei PC Problemen, ich  erstelle für privat Webseiten (mit Joomla, OSCommerce etc.), ich teste  gerne neue Programme und andere Betriebssysteme, so bin ich  schlussendlich auch auf Linux gelandet. :-) Seit einiger Zeit schreibe ich auch noch sogenannte Limericks, das sind wie Gedichte in humorvoller Art.

Wer mehr über mich wissen will,darf gerne fragen!

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  1. selamun aleykum,

    für mich als gebürtiger Moslem ist es immer wieder erstaunlich wie die Menschen die Wahrheit entdecken. Wie Allah c.c. ihnen hilft die Wahrheit zu sehen. Wir können so glücklich sein, dass zu sein was wir sind. Elhamdulillah yaRAbbi sana şükürler olsun …

    • Hallo

      Vielen Dank für die Frage: Ich bin GEGEN die Beschneidung der Frauen, da dies NICHT islamisch ist.

      Viele muslimische Gelehrte sind unterwegs um in muslimischen abgelegenen Regionen wie zb in Südafrika mancherorts, wo sich der Islam oft mit den Traditionen vermischt, die Menschen aufzuklären dass diese Praxis nicht islamisch ist und aus der Zeit VOR dem Islam stammt, im Koran und/oder der Sunna steht nirgends dass eine muslimische Frau beschnitten werden muss und auch die Frauen aus der damaligen Zeit, sowie die Frau des Propheten Muhammed waren NICHT beschnitten.

      Für weitere Fragen, einfach schreiben 😉

      • Aber Schleier oder Kopftuch und solche Sachen?
        Wie können Frauen unter solchen Bedingungen überhaupt dafür sein? Ihr habe doch keine Rechte, nur Pflichten, oder?

  2. Doch ich habe mehr Rechte als wohl manche Frau die nur auf ihren Körper denunziert wird, besonders in der heutigen Zeit wo das menschliche so verloren geht.

    Wussten Sie zum Beispiel dass Frauen im Islam schon zu Zeiten des Propheten das Stimmrecht hatten, erben durften, während es in der restlichen Welt erst viel später war (zb Stimmrecht für Frauen in Europa). Schon zu Zeiten des Propheten durften Frauen nach der Heirat ihren eigenen Familiennamen behalten, was auch hier erst viel später möglich war. Ich fühle mich jedenfalls mit meinem Kopftuch sehr wohl, respektierter (ausser von Rassisten), sicherer und mehr als Mensch wahrgenommen in dem ich nicht nur auf mein Äusseres reduziert werde sondern mein Inneres zählt.

    Leider wird der Islam nicht überall so praktiziert wie er sollte, mancherorts vermischen sich auch Traditionen oder anderes damit, was dazu führt dass Muslimas nicht überall so behandelt werden wie es sein sollte, aber seien wir ehrlich, gibt es schwarze Schafe nicht überall? Auch wir Schweizer, Deutschen, oder die Katholiken, Protestanten sind nicht alle immer super vorbildlich.

    Fakt ist, ich trage mit Stolz mein Kopftuch, es soll mich als ehrbare Frau auszeichnen, als Muslima zu erkennen geben und ich würde es für keinen Preis der Welt wieder ausziehen und nein, ich erhielt keine Gehirnwäsche! Aber wenn ich etwas tue, dann ganz oder gar nicht.

    Aber, hier reden wir von einem Kopftuch, allenfalls noch einem langen rockähnlichen Gewand, was ich aber NICHT richtig finde ist die Burka, in einem zeltähnlichen Kleid mit Gesichtsgitter rumlaufen zu müssen hat nichts wirklich menschenwürdiges an sich, daher bin ich umso froher dass KEINE der Frauen des Propheten sowas getragen hat und die sind ja unsere Vorbilder! Zudem hat unser Prophet gemäss überlieferten Erzählungen klar gesagt was eine Frau NICHT verhüllen muss und das sind Gesicht und Hände.

    Zudem, ich zeige meinen Körper und meine Haare nur meinem Mann (allenfalls noch meinen Eltern, seinen Eltern, meinen Geschwistern), da ist die Ehe und das was alles dazugehört noch einmal was spezielleres, etwas was man nur mit dem eigenen Partner teilt, wieviel weniger Ehebruch und Fremdgehen gäbe es möglicherweise wenn nicht alles hier so offen und öffentlich gezeigt würde? Frauen weniger aufreizend rumlaufen würden?
    Wussten Sie übrigens dass es auch für Männer Vorschriften gibt? Nicht nur für Frauen? Nein, das wissen die meisten nicht, Männer tragen zwar logischerweise kein Kopftuch, aber ganz religiöse Männer tragen eine Kappe, sowie werden wohl selten wenn überhaupt mit kurzen Shorts unterwegs sein (ausser bis unters Knie was Vorschrift wäre), und auch ist unser Prophet früher nicht mit nacktem Oberkörper rumgelaufen.

    Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, ich finde solche Dialoge sehr wichtig, wenn alle so offen und interessiert wären wie sie, wäre wohl unsere Welt eine Bessere, vielen Dank also! 🙂

  3. Ich kann diese Argumentation teilweise nachvollziehen, da es sich ja auch um eine Lebensaufssung handelt. Jedoch bin ich ein Gegner von Selbstbeschränkungen, weil zur Freiheit des Geistes auch die Freiheit des Outfits gehört. Ich stimme zu, dass zu viel sexy zu sein, genau diese von dir erwähnte Konsequenzen nach sich ziehen. Ein typisches Angebot und Nachfrage Ereignis. Jedoch hätte ich gerne gewußt in welchem muslimischen Land diese so beschriebene Behandlung der Frauen praktiziert wird. Denn da genau habe ich auch das größte Problem damit. Ist es nicht mehr Schein als Sein? Ist dort nicht die Unterdrückung der Frau Gang und Gäbe? Dasselbe gilt übrigens auch für das Christentum, das ich genauso für eine falsche Religion halte, weil sie ihre eigenen Prinzipen ständig verrät. Für mich ist die einzig wahre Religion, die der Wahrheit, Liebe und des Verstehens.
    Die von dir beschriebene Verhaltensweise ist ein Liebesbeweis, den ich respektiere. Die Frage ist immer, ob das auch so verstanden wird. Ich vertraue meiner Frau einfach und bin auch noch nicht enttäuscht worden. Sie hält auch nicht von sexy Outfit, aber braucht sich auch nicht hinter einem Kopftuch zu verstecken.

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