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Biel von oben

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Das ewige Warten…

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Warten auf den Visumentscheid für den Besuch unserer beider Nichten. Warten zum anrufen, warten für den ersten Termin, warten fürs faxen der Einladung, dann der Bescheid das noch was fehlt, zwei Kinder welche am bibern waren ob es nun klappt, danach Einreichung der beiden Formulare.

Eigentlich heisst es nun aktuell: „Sie können die Visum am Mittwoch abholen, ab Donnerstag kann geflogen werden“.

Somit warten wir jetzt bis Mittwoch, ob wirklich alles klappt und wenn ja, inchallah können wir am Samstag die beiden Kids bei uns für 30 Tage willkommen heissen.

Komm Mittwoch komm!

Typischer Arbeitstag im 2009 :-)

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Morgens um 6.30 Uhr  klingelt mein Wecker und ich stehe auf.

Bis die RBS fährt, bleiben mir  30 Minuten.  Ich verrichte das Morgengebet, ziehe mich an, packe kurz meine Tasche  und dann gehts los.  Es ist noch dunkel, ruhig und noch nicht allzu viele Autos sind  unterwegs. Aber die welche unterwegs sind, halten fast alle nicht an,  wenn ich beim Fussgängerstreifen warte um die Strasse zu überqueren.

In Bern angekommen, kaufe ich mir meist ein Heftli um was zu lesen zu haben während der Fahrt und ein Weggli und was zu trinken.  Der Zug ist um diese Zeit sehr voll und die Suche nach einem Platz ist  nicht immer sehr einfach, meist gelingt es mir aber noch einen Sitzplatz  zu ergattern, wenn ich dort auch oftmals eingekreist bin von Jugendlichen  mit Discman oder MP3,  diese natürlich auf Mithörlautstärke, da ihre  Ohren sonst wohl zuwenig der „Musik“ abbekommen.  Manchmal versuche ich noch etwas abzuschalten, schliesse die Augen und döse bis Biel, oder ich lese.
Wenn ich Frühdienst habe (8.00 Uhr – 17.00 Uhr), schlendere  ich in Biel dann gemütlich zur Haltestelle der Postautos und warte auf eine Kollegin die meist 5 Minuten nach mir dort eintrifft. Obwohl wir uns  sicher am Vortag gesehen haben und meist auch abends noch online chaten,  haben wir einander immer was zu erzählen auf dem kurzen Weg zum Büro.  Unterwegs machen wir einen Zwischenstop im Migros, kaufen das Z‘ Nüni  und nehmen einige 20 Minuten Zeitungen mit.  7.50 Uhr treffen wir im Büro ein, es ist noch recht still, die Hälfte  des Teams hat Spätdienst und beginnt um 8.30 Uhr.  Nur H. ist fast immer schon da, voll Elan, sie ist unser  Energiebündel.  Unsere alten Computer mit Windows 2000 müssen wir raschmöglichst  einschalten, sie brauchen oftmals 10 Minuten oder länger bis sie  hochgefahren und arbeitsbereit sind.  Bis 8.30 Uhr gibt uns H. meist Telefonliste (damit wir alle Kunden  die nicht aufstehen müssten, um diese Zeit aus dem Bett holen) oder wir  erhalten Briefe zum verpacken oder Bestellungen zum erledigen.  Diese Zeit bis 8.30 Uhr ist die schönste Zeit des Tages, es ist noch  ruhig, die Arbeit einfach und vorallem sind die Telefonleitungen noch  geschlossen.

Langsam beginnt sich dann unser Grossraumbüro zu füllen, von allen  Seiten sind nun Geräusche zu hören, Schubladen werden geöffnet und  geschlossen, vereinzelt hört man ein Gähnen, ein Hallo hier, ein Sälü  und — plötzlich ertönt ein Glöckli. Der Samichlaus? Nein, das ist unser  mobiler Kiosk, die Bäckersfrau mit ihrem Wägeli, die jeden Morgen von  allen sehnsüchtig erwartet wird. Prompt bildet sich eine Schlange, jeder  will noch ein Weggli, Nussgipfel, Getränk etc bevor das erste Telefon  klingelt.
8.30 Uhr, jeder der für die Telefonlinie vorgesehen ist und nicht eine  andere Arbeit zugeteilt erhält, muss nun bereit sein für den ersten  Anruf. Bereit, das heisst, alle benötigten Programme offen, Kopfhörer,  Stuhl etc gerichtet und den Kopf bei der Sache.  Die Uhr schlägt halb und wie meist, läuten die ersten Telefone sofort.  Schon um diese Zeit gibt es Kunden die unbedingt wissen wollen, wie ihr „Kontostand“ ist, wo ihre Bestellung verbleibt etc.
Bis 9.30 schleicht die Zeit meist ziemlich dahin, danach hat man das  Gefühl sie gehe schneller vorbei.  Um zehn Uhr, klingelt mein Telefon und Sandra oder S. fragen ob wir  in die Pause wollen. Mit viel Glück gelingt es uns, gleichzeitig vom  System das OK zu erhalten, oftmals muss aber auch jeder alleine seine  Pause verbringen.  Mittags hat S. Feierabend und geht nach Hause, Sandra und/oder  M. und ich gehen essen. Mal nehmen wir das Mittagessen von zuhause  mit oder kaufen etwas kleines im EG-Denner, mal gehen wir ins MC  Donalds, essen im Coop Restaurant, oder im Winter gehen wir ins Swiss  Break, Toast essen. Im Sommer essen wir meist draussen in einem schönen  Stadtpark.  Die Mittagspause dauert eine Stunde, dann heisst es wieder zurück an den  Arbeitsplatz und gestärkt den Rest des Tages in Angriff nehmen.
Oft habe ich von 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr Telefonliste, das heisst, ich  bin nicht in der Linie und erhalte keine ankommenden Anrufe. Somit habe  ich Zeit ausgehende Anrufe zu tätigen, Kunden ihre Produktinformationen  anzugeben, Antworten zu geben und allfällig nicht geklärte Fälle  nochmals weiterzuleiten.  Später bin ich dann wieder in der Linie und wenn ich nicht gerade am  Telefon beschäftig bin, gebe ich Bestellungen ein, lese  Abteilungsinformationen durch, helfe den Neuen nebenan oder wenn es  recht ruhig ist, spreche ich mit Kolleginnen.
15.00 Uhr, Pausenzeit: 10 Minuten kurz erholen, Kopf leeren, mit  Kolleginnen quatschen , Heftli lesen etc.  Danach kommt der Endspurt, bis 17.00 Uhr, 18.00 Uhr oder sogar  Spätdienst bis 18.30 Uhr.
Im Zug auf dem Heimweg, bin ich recht müde und schlafe dann meist tief  und fest bis kurz vor Bern, dort erwache ich dann immer und bin wieder  fit für den Abend.  Ja, so verläuft mein Tag, tut mir leid, viel detaillierter kann ich den  Ablauf nicht erzählen, -Geheimhaltungspflicht.
🙂

Rina Computerfreak

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Ja, ich gebe es offen zu, ich bin ein absoluter Computerfreak.

Was ich daran mag:

  • neue Programme und Funktionen kennenlernen
  • andere Betriebssystem als meines ausprobieren
  • Die Herausforderung, manchmal dazu lernen zu müssen und daSs nicht immer alles auf Anhieb funktioniert
  • surfen im Internet
  • chaten mit Freunden
  • Texte schreiben
  • Webseiten erstellen für mich, Freunde oder Personen die mich über meine  Webseite kontaktieren
  • ich liebe es bei PC-Problemen zu supporten/helfen

Details:

Wenn ich surfe im Internet so lese ich viel über Behinderungen, wie zb.  Autismus, Trisomie, ADS/ADSH, oder über den Islam, Computerfachwissen,  etc

Wenn jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis ein Computerproblem  hat, so installiert er nach meiner Anleitung ein kleines Programm, so  kann ich dann von meinem Computer aus auf den Fremdcomputer zugreifen,  sehe den Bildschirm und kann Maus/Tastatur benützen, als sässe ich  direkt vor dem fremden Computer. Oftmals wurde meine Hilfe in der  Familie schon beansprucht. Meine Schwägerin Zakia in Kanada, bittet mich  oft um Hilfe, das hat sich herumgesprochen, letzthin half ich sogar  ihrer Schwägerin.

 

 

„Schleiereule“

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Ich bin die Bernerin mit dem Kopftuch, oder das „Hudelfroueli“ wie  mich meine Kolleginnen manchmal liebevoll nennen.

Ein Kopftuch? Naja, wenn’s windet vielleicht oder im Winter/Sommer.  Nein, ich ziehe meinen „Hudel“ nie ab, ausser natürlich zuhause, unter  Frauen, meiner Familie und/oder meinen Eltern. Ist der Groschen  gefallen? Ja, ich bin eine von den Schweizerinnen welche zum Islam  konvertiert ist.  Absolut freiwillig und voller Überzeugung.

Wir seien Spinner oder dumm, sagen manche, schütteln den Kopf und  lächeln mitleidig, oder schimpfen drauflos. Aber ist nicht eher dumm,  wer Menschen einfach abstempelt und eigentlich meist keine Ahnung vom  Ganzen hat…?

Wer jetzt einfach geht, weitersurft und denkt es gehe ihn nichts an  oder so, der verpasst etwas. Nämlich die Möglichkeit mal das Ganze quasi  von einer <strong>“Insiderin“ UND Schweizerin</strong> zu sehen. Mal Fragen  stellen zu können und zu dürfen, eine verständliche Antwort zu erhalten.  Er verpasst, zu lernen das wir keine gewalttätigen und/oder armen  Spinner sind, sondern Menschen die Ihr Leben nach einem klaren Ziel und  Regeln richten, und Menschen , die wenn sie den Islam richtig verstanden  haben, wissen das Islam unter anderem mit Frieden zu tun hat.

Vor über 7 Jahren bin ich von der reformierten „Schwizerin“ zum  muslimischen Ausländer geworden, Ausländerin in meinem eigenen Land,  abgestempelt durch ein Stück Stoff..

Warum? Weil wir Menschen alle vielfach dazu neigen, alles immer in  den gleichen Topf zu werfen. Früher hat man die Italiener zuerst nicht  gemocht, dann fanden sie langsam einen Platz, übernahmen Arbeiten die  kein Schweizer tun wollte. Später sind Leute aus Ex-Jugoslavien  gekommen, hat einer „Seich“ gemacht, hat man alle in denselben Topf  geworfen, obwohl das nicht stimmt. Jetzt hat auch das etwas  nachgelassen. Aber weil man eben immer ein Opfer haben muss, sind es nun  die Muslime. Macht einer einen „Schissdräck“, (keine Details, ihr wisst  alle was ich meine..), dann sind gleich alle Muslime Terroristen etc.  Wer kommt wohl als nächstes dran? Welche Minderheit oder Nationalität  muss danach den Kopf hinhalten?

Wir könnten doch noch beginnen gegen die zu sein, deren Nase etwas  anders ist als die eigene, oder die eine andere Augenfarbe haben. Nein!  Ich finde es reicht! Warum muss man das Leben komplizierter machen als  es ist? Wie lange dauert es zum Geier noch, bis wir merken dass es  überall Gute und Schlechte gibt?

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I bi d Bärnere mit em Chopftuech, oder „ds Hudufroueli“ wi mi mini  beschte Kolleginne mängisch nenne.

Es Chopftuech? Naja wenns windet, vielech oder im Winter/Summer. Nei,  i zie mis „hudeli“ nie ab, ussert daheim, unger Froue, meiner Familie  und/oder meinen Eltern. Isch ds Zwänzgi abegheit? Ja, i bi eini vo dene  Schwizerinne wo zum Islam konvertiert isch.  Absolut freiwillig und  voller Überzügig.

Mir sige Spinner oder dumm säge Teil, schüttle der Chopf und lächle  mitleidig oder schimpfe druflos. Aber isch nid eher dumm, wär Mönsche  einfach abstämplet und eigentlech meischt ke Ahnig vom Ganze het…?

Wär jetz eifach geit und witersurfet und dänkt es geitne nüt a oder  so, dä verpasst öppis. Nämlech d Müglechkeit mau das Ganze quasi vore <strong>“Insiderin“  UND Schwizerin</strong> ds gseh! Mau chönne u dörfe frage ds schteue une  verschtändlechi Antwort ds becho. Er verpasst, ds lehre das mir keni  gwautätige oder arme Spinner si, sondern Mönsche wo Ihres Läbe nach amne  klare Zil richte, und Mönsche wo, wesi der Islam richtig verschtange  hei, wüsse das Islam unter anderem mit Friede ds tüe het.

Vor über 7 Jahr bini vor reformierte Schwizerin zum muslimische  Usländer worde, Usländerin i mim eigete Land, abgstämplet dürnes Stück  Stoff.

Werum? Wöu mir Mönsche aui viufach derzue neige, aues immer i glich  Topf ds gheie. Früecher hetme d Italiäner zersch nid wöue, när heisi bi  üs langsam e Platz gfunge, hei Arbeite überno wo ke Schwizer het wöue.  Später si Lüt cho us Ex-Jugoslavie, het eine „Seich“ gmacht, hetme aui i  glich Topf gworfe, obwou das nid stimmt. Jezt het ou das echli  nachegla. Aber wöume immer mues es Opfer ha, sis jetz äbe d Muslime.  Macht eine e „Schissdräck“, (keni Details, dir wüsset aui wasi meine..),  de si grad aui Muslime Terroriste und etc. Wär chunnt äch nach üs? Weli  Nationalität oder Minderheit mues när der Chopf häreha?

Mir chönnte doch no afa, gäge die ds si wo d Nase nid glich hei wi  mir oder angeri Ougefarb etc. Nei i finge es längt! Werum muesme ds Läbe  komplizerter mache auses isch? Wie lang geits no, bis mir Stärne Föifi  merke dases überau Gueti und Schlächti git?