Archiv der Kategorie: Linux

Tips und Tricks – Cinnamon Desktop neustarten

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Wenn man ein wenig an seinem Desktop bastelt, Themen wechselt, Konfigurationsdateien ändert, neue Applets installiert, kann es manchmal nötig sein, dass man Cinnamon neustartet.  Wenn man dazu aber jedes Mal den Laptop neustarten muss oder sich aus – und wieder einloggen muss, dann kann das auf die Dauer recht nervig sein.

Aber es geht auch einfacher!

1. Zuerst muss man über das Menu die Einstellungen für die Tastatur öffnen

2. dort wählt man die Rubrik „System“ und rechts in der Liste den obersten Punkt „den Befehl ausführen Dialog anzeigen“

3. dieser Befehl ist standardmässig deaktiviert, aktiviert ihn, in dem ihr rechts auf deaktiviert klickt und dort die Tastenkombination eurer Wahl eintragt, ich habe dafür Alt + F2 gewählt

4. ist das gemacht, kann man über die gewählten Tasten den „ausführen“ Dialog  öffnen, um nun den Cinnamon Desktop schnell und einfach neu zu starten, schreibt man r und drückt enter

That’s it!

 

 

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Cinnamon – Klappe die zweite

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Vor einigen Monaten bin ich wieder von Cinnamon zu Mate gewechselt und habe dann nebenbei nochmals einige weitere Desktopumgebungen  getestet, unter anderem Trinity (ein Versuch KDE 3.5 aufrecht zu erhalten), aber da hat bei mir einiges nicht richtig funktioniert, manche Menus/Programme liessen sich nicht mehr öffnen.

Ausserdem habe ich nochmal KDE  getestet, welches mich nach jedem Login mit mehreren Absturzmeldungen begrüsste, (gut das hätte man sicher korrigieren können), aber KDE wirkt auf mich einfach zu überladen und ich fühle mich darin nicht wohl.

Xfce habe ich auch nochmal eine Chance gegeben, aber auch wenn es läuft wie geschmiert mit einer beeindruckenden Schnelligkeit, das Design wirkt einfach, egal mit welchem Theme, ziemlich veraltet.

Lxde konnte mich auch nicht definitiv überzeugen. Es ist auch recht schnell, aber entsprach trotzdem nicht dem was ich suchte.

Auch Unity habe ich nochmals ein wenig probiert, aber wirklich, auf einem kleinen Laptop oder Netbook ist es sicher ideal, aber auf einem 17″ oder grösseren Bildschirm ist diese platzsparende Variante einfach unsinnig und das globale Menu welches oben im Panel verschwindet, das passt mir einfach nicht.

Naja etwas deprimiert habe ich mich dann wieder in Mate eingeloggt, anstatt mit marco, lief es mit compiz und Abstürze hatte ich praktisch keine. Es lief darin eigentlich alles einwandfrei und so blieb ich mehrere Monate mit Mate.

Mate ist cool, es läuft wie geschmiert, nur, es ist eben nicht Gnome 2. Klar es ist nicht schlecht und mit weiteren Entwicklungen kann es meiner Meinung zu einer guten Desktopumgebung werden, aber wer selber Gnome 2 genutzt hat, der liebt es einfach das System so einrichten zu können wie er will, die Panels, neue Icons im Panel, die Panelanordnung, Applets für Panel, etc – kurz gesagt, wer Gnome 2 benutzt hat und das mehrere Jahre lang, der möchte am liebsten wieder Gnome 2.

Daher habe ich gestern gedacht, ich teste Cinnamon nochmal, seit dem letzten Test hat es eine neue Version gegeben und so habe ich diese installiert. Nach dem ersten Login und dem einstellen des Themes, habe ich beim Klick auf „weitere Themes“ in den Einstellungen von Cinnamon festgestellt, dass es zwischenzeitlich schon viel mehr Themes, Applets und Erweiterungen gibt als beim letzten Mal. Da hat mich positiv überrascht, Cinnamon entwickelt sich somit rasch weiter und kann, da bin ich nun sicher, es mit der Zeit mit Gnome 2 absolut aufnehmen!

Die integrierten Effekte in Cinnamon gefallen mir, auch wenn ich meine wackeligen Fenster etwas vermisse 🙂 , das Panel lässt sich recht gut anpassen (im Bearbeitungsmodus, den man in  Cinnamon Einstellungen aktivieren kann) und es gibt gute Applets. Installiert davon habe ich zum Beispiel

  • „Fensterliste mit Vorschau“, wen man da mit der Maus über eines der Fenster geht, dann wird wie bei Windows 7 eine Vorschau des Fensters angezeigt
  • und ich habe das Gnome2 like Menu installiert, mit der alt bekannten Menu Unterteilung Applications/Places/System
  • und ich habe Usermenu installiert, das zeigt meinen Benutzernamen an und bei einem Klick darauf kann ich die Systemeinstellungen öffnen, die Chatkonten, ausloggen, neustarten oder den PC runterfahren

Danach habe ich eine Reihe Themes installiert und so sieht mein System nun aus:

Damit lässt es sich doch arbeiten oder? 😉

Bin ja gespannt wie sich Cinnamon weiter entwickelt!

Avant Window Navigator unter Linux Mint

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Warum eigentlich nicht mal ein anderes Dock testen als das ewige standard Panel?

Das habe ich mir heute gedacht und mich dann per google auf die Suche gemacht nach einer guten Alternative zum testen. Dabei bin ich auf den Avant Window Navigator gestossen, danach habe ich ehrlich gesagt nicht mehr weiter gesucht, sondern mich gleich daran gemacht das Ding zu installieren.

Hier der kurze Installationsweg:

1. ab in die Paketverwaltung. Hier sucht man nach dem Paket avant-window-navigator, sowie awn-manager und installiert diese. Zusätzlich benötigte oder abhängige Pakete werden vom Paketmanager automatisch mit installiert.

2. Im Mintmenu sollten die beiden Programme nun auftauchen, am einfachsten findet man sie mit einem Klick auf „alle“ und danach sollten sie in Fettschrift in der Liste erscheinen.

3. öffnet den AWN Manager wo ihr die Einstellungen fürs Dock vornehmen könnt, Theme wählen, Applets hinzufügen oder die anzuzeigenden Programme einstellen

4. wollt ihr ein transparentes Theme des Docks oder habt ihr beim aufrufen des Docks so eine hässliche Umrandung um die eigentliche schicke Form des Docks, so müsst ihr Compiz aktivieren. Nach einem Neustart ist dann alles so wie es sein sollte

Das Hauptfenster des AWN Managers

Hier könnt ihr Programme hinzufügen damit sie auf dem Dock angezeigt werden

wählt welche Applets ihr noch zum Dock hinzufügen möchtet

gewünschtes Theme wählen, es können auch weitere im Internet heruntergeladen werden

erweiterte Einstellungen vornehmen

So genug der Theorie, schauen wir uns das Resultat in der Praxis an:

Linux Mint Runde 2

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Hallihallo, in letzter Zeit war ziemlich viel los und ich kam nicht dazu weitere Artikel hier zu verfassen. Jetzt am Wochenende, eine kleine Verschnaufpause und da will ich doch wieder mal hier was rein tun.

Ich bin nach wie vor mit Linux Mint unterwegs, nun aber mehrheitlich unter Mate, es ist mir einfach noch etwas ausgereifter schon als Cinnamon. Gerade vorhin habe ich unter Cinnamon wieder ein wenig gearbeitet und es wieder einmal mehr festgestellt. Beim kopieren neuer Themen ins Themenverzeichnis, konnte ich die Themeauswahl in den Cinnamon Einstellungen plötzlich nicht mehr öffnen. Stück für Stück habe ich jedes neu eingefügte Theme wieder entfernt und die Einstellungen wieder aufgerufen, bis – oh siehe da die Theme Settings nach etwa dem vierten entfernten Theme wieder gingen.

Der zuvor installierte Avant Window Navigator (mehr dazu in separatem Artikel) funktionierte erstaunlicherweise, obwohl eigentlich Cinnamon noch nicht mit Compiz kann, aber wenn ich ein Auswahlmenu oder ein  Fenster offen hatte, zb. das vom Archivmanager um eine Datei zu entpacken, dann musste ich zuerst wieder ein anderes Fenster anklicken, damit der „entpacken“ Button nicht jedesmal hinter dem Dock verschwand.

Cinnamon ist sicher ein interessanter Weg, kann schon vieles was man anderswo lange darauf warten musste, es hat zum Beispiel schon integrierte Desktopeffekte, allerdings eben nicht mit Compiz, wer an irgend einem speziellen Compiz Effekt hängt, wie brennende Fenster, der Würfel oder all solches Zeug der geht hier zumindest vorerst noch leer aus.

Nun bin ich für den Moment wieder in Mate, habe nebenbei noch KDE installiert (was mich einerseits fasziniert, andererseits fast erschlägt und an Windows erinnert), so fahre ich wie oft wieder mal zweigleisig und teste ein wenig rum 🙂

Wer schlussendlich gewinnt weiss ich nicht. Zumindest im Moment nicht Unity! Ich habe es eine Zeit lang getestet und auch Gnome 3, aber mir hat einfach einiges „alteingesessenes“ gefehlt und Einstellungen/Konfigurationsmöglichkeiten. Mal sehen wie es sich weiter entwickelt.

 

Linux Mint 13 Maya

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Und es ist soweit, die Version 13 von Linux Mint ist nun schon einige Monate veröffentlicht und nachdem ich ein wenig die Meinungen der User gelesen habe darüber, habe ich mich dazu entschlossen, die Maya zu installieren.

Nun bin ich schon einige Zeit damit unterwegs, diesmal mit Mate, da mir dies im Vergleich zu Cinnamon einfach schon weiter entwickelt scheint. Cinnamon Umgebung sieht zwar gut aus und ist sicher ein guter Weg, aber mir zur Zeit noch zuwenig stabil.

Ich arbeite nun schon seit mindestens 3 Jahren hauptsächlich unter Linux, das einzige was mir ab und zu fehlt, ist wirklich nur der MSN oder allenfalls ein alternativer Chat-Client der mit MSN kommunizieren kann und auch Video/Audiochats mit Kontakten ermöglicht welche den „echten“ Msn oder Windows Live Messenger verwenden.

Aber ehrlich, alles andere kann ich unter Linux genauso gut wie unter Windows oder Mac!

Traurig dass man trotz der ganzen positiven Entwicklung von Linux immer noch Sachen hört wie „Linux ist doch nichts wert“ oder „Linux ist veraltet mit seiner Kommandozeile“, wenn man den Menschen gegenüber erwähnt dass man mit diesem Betriebssystem arbeitet.

Dabei ist Linux meiner Meinung nach genauso gut, wenn in manchen Dingen sogar noch BESSER!

Was könnten oder können Firmen pro Jahr alles an Geldern einsparen wenn sie anstelle eines proprietären Betriebssystems Linux verwenden, ein Betriebssystem dass keinen Antivirus braucht, keine Lizenzen, auf egal wie vielen PC’s gleichzeitig installiert werden darf und in den meisten Versionen NICHTS kostet!

Vergessen wird auch oft, dass viele Serverlösungen in Firmen bereits schon seit langem mit Linux laufen und das ohne irgend welche Probleme.

Nein, Linux ist nicht mehr nur ein System ohne Desktop wo man alles nur in einem Terminal mit Befehlen erledigen muss/kann. Schon lange hat es sich weiter entwickelt, verfügt über einen Desktop und nebenbei noch mit mehreren Desktopumgebungen wie Mate, KDE, Gnome, Cinnamon, Unity etc! (Mehr über Desktopumgegungen und was genau das ist findet ihr in der Rubrik Linux).

Mein Laptop hat genauso einen Desktop wie eurer, mit einem Wallpaper als Hintergrund, ich habe auch ein Startmenu, „Eigene Dateien“, eine „Systemsteuerung“ auch wenn es unter Linux Mint etwas anders aussieht als in eurem Windows, aber ich wette mein System kann unter der Haube mehr als eures! Es lässt sich im Gegensatz zu Windows nämlich in den meisten Distributionen/Versionen fast bis ins unendliche anpassen. Kann eurer Windows das? Nicht? Na eben!

Allerdings, wenn ihr gerne Games spielt, gute Games mit super Grafik, wie gute Ballergames oder Adventure Games oder Multiuser-Games per Internet, ja, dann gebe ich euch (noch) recht, bleibt bei Windows, denn da gibt es zur Zeit wirklich unter Windows eine viel grössere Auswahl an guten Spielen als für Linux, aber auch da kommt langsam ein Wandel. Es gibt schon mehr gute Spiele für Linux als vor Jahren.

Braucht ihr einen PC oder Laptop allerdings nur für ein wenig surfen, Textbearbeitung und/oder allenfalls Textchats oder Chats mit Skype, dann könnt ihr euch die Kohle für die Windows Lizenzen sparen und genauso gut eine Linux Distribution installieren und euch mit dem gesparten Betrag ein Abendessen leisten oder was anderes 🙂

My Linux Mint Desktop mit Cinnamon

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So, hier wieder mal was zum Thema Linux. Vor zwei Tagen habe ich auf meinen Acer Aspire 5930 definitiv eine neue Ära begonnen, Ubuntu verabschiedet und Linux Mint nochmals neu und diesmal als einziges Betriebssystem installiert.

Die Standard Desktopumgebung in Linux Mint 12 Lisa ist eigentlich Gnome/Mate, in Linux Mint 13 könnte es dann Cinnamon sein. Über Cinnamon habe ich schon einmal hier berichtet, es ist eine Abspaltung der Gnome Shell und die bisherige Entwicklung ist sehr interessant, was mich dazu bewegt hat es zu testen und ich bin „darin“ geblieben und fühle mich fast wieder wie zuhause.

Hier einige Bilder von der aktuellen Cinnamon Version und meinem Desktop.

Der Desktop mit der offenen Softwareverwaltung und Cinnamon Settings

Es kann wahlweise mit Panel unten, Panel oben oder zwei Paneln genutzt werden.

Fahre ich mit der Maus in die obere Linke Ecke dann erhalte ich eine Übersicht aller offenen Programme und Fenster.

Übersicht

Und hier noch das offene Menu, welches man übrigens nach Lust und Laune umbennennen kann, ohne oder mit eigenen Icon anzeigen etc.

Menu

Cinnamon Desktop

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Jahrelanger User unter Gnome 2, dann plötzlich kam Unitiy, ungewollt war alles anders. Ich weiss der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ aber es liegt echt nicht nur daran.

Unity ist meiner Meinung nach auf einem Tablet oder Netbook nahezu perfekt, aber nicht auf einem 17″ oder noch grösseren Bildschirm, ausserdem fehlen einfach viele Konfigurationsmöglichkeiten, welche man bisher immer benutzt hat.

Klar es gibt da noch die Alternative Gnome 3 zu installieren, das habe ich ebenfalls getestet, aber fühlte mich auch damit immer fremd und als wäre ich irgendwo wo ich nicht sein möchte und nur „zu Besuch“. Es gibt noch viele andere Alternativen, aber ich habe mich dann enschieden Linux Mint zu testen und bin dann dadurch auf Cinnamon gestossen, wo ich mich endlich wieder zuhause fühlte.

Was ist Cinnamon? Cinnamon ist ein Fork von der Gnome-Shell und versucht den klassischen Stil von Gnome 2 nachzuahmen aber mit aktueller Software. Es ist noch am entstehen, hat aber schon jetzt einige Konfigurationsmöglichkeiten welche man unter Unity/Gnome 3 vermisst und es hat auch schon einige Effekte drin, welche man nach Wunsch aktivieren oder deaktivieren kann.

Hier mal einige Einstellmöglichkeiten:

Das Panel, hier kann man schon mal einstellen ob man 1 oder 2 Panels haben will, wenn eines, dann ob es oben oder unten platziert werden soll, den Titel den das Menu haben soll (man kann es also umbenennen!), auto verbergen des Panels, sowie das Menuicon verändern

Der Kalender, Einstellmöglichkeiten für das Datumsformat mit Möglichkeit ein eigenes spezifisches Format zu generieren (zb Uhrzeit noch mit Sekunden oder statt 24H Anzeige AM/PM), sowie ob die Zeit automatisch über Internet aktualisiert werden soll

Übersicht, aktivieren oder deaktivieren der Fensterübersicht über die obere Link Ecke (fährt man bei aktiver Übersicht dort hin, dann sieht man eine Übersicht aller offener Fenster und Programme)

Themes, Anzeige der installierten Themes und die Option weitere Themes per Link herunter zu laden. Diese müssen dann entpackt werden und in den Ordner usr/share/themes kopiert werden. Es gibt noch nicht so viele Themen, aber das wird sich noch ändern

Desktop-Effekte, aktivieren oder deaktivieren der integrierten Desktop Effekte. Hier kann man zb auswählen welchen Effekt man beim schliessen, minimieren, maximieren oder wiederherstellen eines Fenster haben möchte

Applets, kleine Programme die man zum Panel hinzufügen kann wie früher in Gnome 2. Zb Uhr, Kalender, Arbeitsflächenumschalter, Destop anzeigen usw

Erweiterungen, automatisch Papierkorb leeren, ein Dock und die Option mehr Erweiterungen zu installieren

Desktop, einstellen welche Symbole auf dem Desktop zu sehen sein sollen und ob Nautilus den Desktop bei der Navigation auch einschliessen soll

Fenster, einstellen ob die Fensterbuttons links oder rechts zu sehen sein sollen und was bei Doppelklick auf den Rahmen eines Fensters passieren soll

Schrift, Schriftarten und Grössen einstellen

So, das waren die einzelnen Option von Cinnamon Settings, weitere Posts zu Cinnamon folgen